Besuch vom Herz-Jesu-Gymnasium in Mondsee

Am 27.3.2019 war die Klasse 7n des Herz-Jesu-Gymnasium bei uns in Mondsee zu Besuch. Leider war das Wetter mal wieder schlecht und der Mondsee und der Schafberg durch einen Regenschleiher verhüllt. Trotzdem haben die Schüler vom trockenen Bootshaus aus verschiedene Probenahmegeräte ausprobiert.

Nach einer Institutsbesichtigung wurde die aus dem Mondsee genommene Probe unter dem Mikroskop begutachtet. Auch andere Plaktonorganismen gab es zu sehen, zum Beispiel Pantoffeltierchen mit symbiontischen Algen.

Im Labor erklärten Anita und Johanna das mikrobiologische Arbeiten mit Bakterienkulturen und die Schüler konnten an der sterilen Werkbank Agarplatten bearbeiten. Die Ergebnisse gibt es bald hier zu sehen.

Aber das Wichtigste war die anschließende Jause 🙂 und die Partybrezeln lösten fast soviel Begeisterung aus wie Bakterien, Wimperntierchen und Wasserflöhe 😉
Uns hat es auf jeden Fall Spaß gemacht und euch hoffentlich auch.

Besuch der 6A in Mondsee

Am 25.3.2019 war es dann soweit, die erste Klasse, nämlich die 6A aus Seekirchen, kam zu einem Besuch nach Mondsee ans Forschungsinstitut für Limnologie. Leider war ihre Biologielehrerin erkrankt, aber zwei andere Lehrer begleiteten die Klasse. Im Institut gab es vier Stationen, die in Gruppen besucht wurden. Bei einer Station konnten verschiedene Planktonorganismen unter dem Mikroskop beobachtet werden. Da gab es Wasserflöhe, Hüpferlinge und mit dem bloßen Auge nicht sichtbare einzellige Wimperntierchen zu sehen.

Leider war es ziemlich kalt und regnerisch und so haben wir die verschiedenen Probenahmegeräte im trockenen Bootshaus vom Boot aus ausprobiert. Die Kajüte wurde dabei auch getestet 😉 .

Dann gab es noch eine Führung durch das Haus, wobei die Labore und die Aquarienräume besichtigt wurden.

Besuch_1_8Aber das Wichtigste war natürlich unser Labor, wo mikrobiologisch gearbeitet wird und unsere Kulturen auf den Schüttlern stehen. Da gab es freudige Wiedersehen zum Beispiel mit 50C-KIRBA und 50A-KIRBA 😀 . Die Schülerinnnen und Schüler haben außerdem fleißig gearbeitet, die Ergebnisse gibt es in zwei bis drei Wochen hier zu sehen.
Nach einer ausgiebigen Jause und einem Fotoshooting ging es wieder zurück nach Seekirchen.

Die erste Art- bzw. Gattungsbeschreibung ist eingereicht

Allen Hürden zum Trotz haben wir nun endlich die erste Art- bzw. Gattungsbeschreibung bei einer internationalen Zeitschrift eingereicht. Dort wird sie nun von mehreren Wissenschaftlern begutachtet und in ein paar Wochen werden wir erfahren, ob der Artikel so veröffentlicht oder ob er geändert werden muss. Vielleicht wird er so auch gar nicht angenommen. Das ist in der Wissenschaft so üblich und soll gewährleisten, dass nur Artikel mit genügend Qualität (nach Meinung der Gutachter 😉 ) gedruckt werden. Zusätzlich macht uns Sorgen, dass eine andere Arbeitsgruppe wahrscheinlich auch an dieser Gattungsbeschreibung arbeitet. Aber wir wollten es trotzdem versuchen und hoffen, dass wir schneller sind 🙂
Beschrieben haben wir eine neue Gattung (das ist die nächst höhere taxonomische Einheit über der Art) mit zwei neuen Arten, die dieser Gattung zuzuordnen sind.
Es ist ein echtes Gemeinschaftsprojekt, an dem drei Klassen (8oN BORG Oberndorf, 6A BG Seekirchen, Wahlpflichtfach Biologie BG Nonntal) durch Wasserproben und daraus isolierten Bakterienstämmem, sechs Praktikantinnen durch Laborarbeit im Sommer sowie sieben Schülerinnen aus der 6A des BG Seekirchen durch Gestalten des Gattungs- und der Artnamen mitgearbeitet haben. Ein kleines bisschen hat unsere Arbeitsgruppe auch noch beigetragen 😉 . Wenn die neue Gattung so veröffentlicht wird, haben wir noch zwei neue Arten zu dieser Gattung dazu aus dem Kirchstättbach in Obertrum, die später beschrieben werden sollen.
Drückt also die Daumen, dass alles so läuft, wie wir uns das vorstellen 🙂